Im März 2017 stieß ich auf eine Gruppe von Radler, die in Mannheim einmal im Monat die legendäre Critical Mass fahren. Ein wilder und bunter Haufen, genau mein Geschmack. Neue Leute, neuer Spaß.
Auf meinem Weg von der Arbeit nach Hause, kam ich an den Mandelbäumchen vorbei, die die Einfahrt zur Pfalz symbolisieren. Pfälzer wissen, wenn die Mandeln blühen gehen die Weinfeste los.

Ich fand die Bäumchen so lieblich und an diesem 13. März war tolles Wetter und die erste Frühlingssonne schaute von der Haardt herüber. So weit, so gut.
Der Rhein darunter, die vollgestopfte lärmende Straße und die alte Futtermühle mit Bahntrasse im Rücken. Alles da, mulitmodale Aussichten.

Ein paar Tage später kam Wolfgang auf mich zu. Wir sprachen über Fahrradaktionen und dass man zb in Portland in Oregon/USA, solche Straßencafés von einer alternativen Szene schon vor fast 20 Jahren ins Leben gerufen hat.
„Sollen wir das machen?“ fragte er, ich antwortete „Ja klar!“. Mir fielen die Bäumchen ein und das es da jetzt schon im März dort oben auf der alten Brücke nicht ganz so kalt ist. Also gefühlt nicht ganz so kalt.
So war der Platz geboren, an dem das Brückenkaffee seit 2017 stattfindet.

Der Name „Brückenkaffee“ ist weiterhin kurios. Keine Ahnung wie er entstand, einfach mitten im Gespräch. Es ist eben kein Café, es ist nur ein Frühstück für die Leute, die mit dem Rad daherkommen. Über den Artikel, ob es der Brückenkaffee oder das Brückenkaffee heißt, darf auch in Zukunft diskutiert werden.

Roland Epple

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